Datum
25. Juli 2014
Thema
Online

Content Shock vermeiden

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Gezielte Inhalte statt Content „en masse“

Vs. Content-Shock

„Content ist King“ – Wer sich im B2B sklavisch an dieses Credo hält, kann in Zeiten von Massenmedien und Informationsflut auf die Nase fallen. Sicherlich sind gute Inhalte im ausreichenden Umfang immer noch der beste Weg, um potenzielle Kunden anzusprechen. Allerdings bedarf es inzwischen deutlich mehr Tiefgang, wenn eine Botschaft nicht in der breiten Masse untergehen soll. Das gilt vor allem für Web-Content.

Wie ein böser Fluch geistert seit geraumer Zeit der Begriff „Content-Shock“ durch die Marketing-Landschaft. Gemeint ist, dass das schiere Überangebot an Information nur eine einzige Konsequenz zulässt: Die Ablehnung des Content-Konsums. Ganz aus der Luft gegriffen ist dieses Szenario nicht, denn während die Masse an Content fast schon exponentiell wächst, schrumpft gleichzeitig die Aufmerksamkeitsspanne des Lesers.

Laut Statistic Brain liegt diese aktuell bei kaum mehr acht Sekunden. Darüber hinaus ist trotz intensiver Nutzung von mobilen Endgeräten ein täglicher Medienkonsum von mehr als zehn Stunden schlicht nicht möglich.

Viel Lärm um (fast) nichts

Allerdings hat es schon lange vor der Erfindung des World Wide Web ein Informationsmassenangebot gegeben, eine gewisse Sättigung ist daher kein völlig neues Phänomen. Allein der Zugriff auf Informationen ist durch das Internet deutlich einfacher und schneller geworden. Und somit handelt es sich auch nicht um eine bahnbrechende Erkenntnis, dass im Content-Marketing Qualität vor Quantität gehen sollte. Statt wahllos allgemeinen Content in rauen Mengen zu produzieren, ist es viel effizienter, eine direkte Nachfrage zu bedienen. Das heißt, spezifische Informationen zum passenden Zeitpunkt an den Nutzer zu bringen.

Was aktuell in diversen Marketing-Blogs als „granularer Content“ bezeichnet wird, setzt sich auch im B2B durch: Individuelle Inhalte, generiert anhand von genauer Zielgruppen-Kenntnis. Wo liegen die Interessen des Kunden? Welche Ziele verfolgt er? Welche Probleme hat er bzw. versucht er zu vermeiden? Welche medialen Kanäle nutzt er bevorzugt zur Informationsfindung?  Wer die richtigen Antworten auf die entscheidenden Fragen kennt, kann seine Botschaft mit maximaler Wirkung platzieren. Und zwar völlig unabhängig davon, welche Massen an anderweitigem Content existieren.

Nischen als Chancen nutzen

Fakt ist: Je größer das Angebot an Information, desto gezielter wird der Nutzer nach Themen suchen, die ihn tatsächlich interessieren. Schon jetzt setzen viele Anwender auf bewehrte Filterfunktionen wie Spam-Schutz und nach eigenem Interesse zusammengestellte News-Feeds.

Ein besonders für die individuelle Selektion geeignetes Informationsmodell, das sich B2B-Anbieter zunutze machen können, sind Themenseiten mit integriertem Content-Filter. Diese sind zum einen aufgrund der gezielten Themeneingrenzung sehr spezifisch. Zum anderen legt der User durch entsprechende Einstellungen selbst fest, welche Inhalte auf seinem Bildschirm erscheinen.

Der Einsatz von News- oder Info-Kacheln ist als Darstellungsform besonders geeignet. Dabei handelt es sich um kleine, optisch ansprechend gestaltete Informationseinheiten, die relevante Inhalte kurz, prägnant und klar strukturiert präsentieren.

Der Zielgruppe wird auf diese Weise zu jedem beliebigen Zeitpunkt genau das an Information geboten, was sie sucht. Vorausgesetzt natürlich, B2B-Anbieter bleiben stets am Ball und reagieren zeitnah auf die Bedürfnisse ihrer Kunden.

 


Bildquelle: Copyright: vitanovski/istock.com

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