Datum
28. Juli 2014
Thema
Social Media

Corporate Blog – Marketing-Tool mit Ausbaupotenzial

Alternative zum Blog – Content-Filter bedient individuelle Nutzerinteressen

Corporate-Blog ja oder nein

Der Corporate Blog ist im B2B-Marketing ein recht umstrittenes Tool. Nur wenige Unternehmen nutzen diesen Kanal für sich – laut einer aktuellen Studie zudem nur selten auf sinnvolle Art und Weise. Die schleppende Akzeptanz des Corporate Blog, der eher im B2C erfolgreich ist, gibt Anstoß, über eine Alternative nachzudenken. Eine sinnvolle Option ist eine Themen-Plattform mit Content-Filter, die dem Nutzer gezielt Informationen liefert, die ihn interessieren.

Dass Corporate-Blogs als Marketing-Mittel funktionieren, ist unumstritten. Beispiele hierfür gibt es zu genüge, vom globalen Produzenten brauner Kult-Brause bis hin zum deutschen Hersteller von quadratisch-bunten Schokoladen-Leckereien. Was jedoch ins Auge fällt: Den höchsten Wirkungsgrad erzielen in der Regel Blogs aus dem B2C-Umfeld. Nur selten betätigen sich auch B2B-Anbieter als Blogger, meist im Rahmen des Employer Brandings, um neue Mitarbeiter für sich zu werben. Blogs speziell für potenzielle oder bestehende Kunden sind die Ausnahme.

Herausforderung Blog

Geht es um Argumente gegen die Nutzung eines Blogs als B2B-Marketing-Kanal, werden oftmals Wahrung von Produktgeheimnissen und fehlendes Know-how genannt. Tatsächlich gestaltet es sich durchaus schwierig, einen Blog zu führen, der sowohl dem Unternehmensbild entspricht als auch dem User gefällt und dauerhaft verfolgt wird. Das liegt mitunter daran, dass Aktualität ein entscheidender Faktor ist. Nur wer am Puls der Zeit, vor allem aber am Puls der Medien ist, wird auch gelesen. Im B2B gibt es aber seltener Bezugspunkte zu aktuellen Ereignissen als im B2C. Zudem lebt ein Blog von der Interaktion mit dem User. Bestehende B2B-Blogs zeigen jedoch, dass nur selten Gebrauch von Kommentar-Funktion und Share-Buttons gemacht wird.

Gezielt relevante Inhalte bieten

Was im B2B in erster Linie gefragt wird, ist spezifisches Fachwissen. Daher eignet sich ein Blog auch nur bedingt für die Kundenansprache. Wer guten und gewünschten Content an den Nutzer bringen möchte, kann allerdings zu Alternativen greifen. Themen-Plattformen mit Filter-Funktion sind beispielsweise eine geeignete Option. Hier werden dem Nutzer verschiedene Inhalte angeboten, die er per Mausklick nach für ihn relevanten Kategorien sortieren und abrufen kann. Was nicht von Interesse ist oder schon gelesen wurde, lässt sich ebenso leicht ausblenden. Solche Content-Portale bieten viele Vorzüge.

Jederzeit und leicht verfügbarer Content
Es lassen sich Inhalte zu jedem für die Zielgruppe relevanten Thema platzieren, unabhängig davon, was gerade in den Medien präsent ist. Dabei können zeitgleich mehrere Artikel eingepflegt werden ohne dass bereits vorhandener Content an Relevanz verliert oder verschoben wird. Die lineare Struktur eines Blogs hingegen setzt voraus, das ältere Inhalte verdrängt werden und für den User nur noch bedingt abrufbar sind.

Nutzen durch Kategorisierung steigern
Über Kategorien können verwandte Inhalte miteinander verknüpft werden. So lassen sich beispielsweise alle Artikel zu einen bestimmten Thema auf einer Übersichtseite als Teaser darstellen. Der Nutzer sieht auf einen Blick mehrere Inhalte, die ihn interessieren könnten. Das regt zum Verweilen und Weiterlesen an.

(Entscheidungs-)Freiheit für den User
Dem User wird die Möglichkeit geboten, selbst über das zu bestimmen, was er konsumiert. Das eröffnet ihm nicht nur eine gezielte Informationsfindung, sondern vermittelt ihm auch ein Gefühl der Autonomie.

Bei der Gestaltung einer solchen Plattform steht es B2B-Anbietern frei, sich unterschiedlicher Darstellungsformen zu bedienen. Ein weiterer Vorteil gegenüber dem klassischen Blog, der relativ starre Vorgaben liefert. Optisch ansprechend und informativ ist beispielsweise eine Startseite mit News-Kacheln, auf der die neuesten Beiträge kurz angeteasert werden und per Link als Unterseite abrufbar sind.

 


Bildquelle: Yury Zap/istock.com

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